BBM - "Ausräumen"

Eine Maschinenperformance 

MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien 2011

Dramaturgie 

 

 

 

35 Roboter, schwankende, Mitleid erweckend schwache Vehikel, sind die Hauptakteure der Maschinenperformance "Ausräumen". Ihre Stimme leihen sich die mechanischen Stotterer von Martin Heidegger. Mit seinem Wort von der "letzten Beherrschbarkeit" wird das Theater sozialer Grausamkeiten eröffnet.

Die lahmen Boliden werden von einem mechanischen Wächter und zwei Kofferbomben in Schach gehalten: sie skandieren Fragmente aus Nicolaus Hockes "Kurtzer Beschreibung der Türkenbelagerung von Wien" von 1683. Seinen trüben Tiefpunkt erreicht der von BBM kompilierte Text, wenn mit Anders Behring Breiviks Manifest "2083. European Declaration of Independence" die Zeichen auf kontinentale Vertreibung gestellt werden. 

BBM fragt: Wer möchte in solch einem "unabhängigen" Europa leben? 

Frei von denen, die keinen Schutz einer Interessensgruppe genießen. 

Frei von denen, die am Kapitalismus nur als Leidtragende teilhaben.

Und schließlich auch frei von allen Andersdenkenden. 

Ausgeräumt und kulturell leer.

www.bbm.de

www.mak.at

 

  

 

Workshop

Concept Development

Norwegian Theatre Academy, Fredrikstad 2011

Leitung

 

  

 

Zehn Studentinnen und Studenten des ersten Studienjahres der Studiengänge Acting und Scenography haben in einem zweiwöchigen Workshop jeweils ein Projekt erarbeitet, in dem es um Ihre Beziehung zu den gerade erst neu bezogenen Räumlichkeiten auf dem Campus der Høgskolen i Østfold ging. Dabei zeigte sich, wie schwer es ist, eine immer wieder zu bezweifelnde Idee durch persönliche, inhaltliche und technische Probleme zu manövrieren. Die Ergebnisse hätten unterschiedlicher nicht sein können - es entstanden Installationen, Performances, Ausstellungen und eine kleine Erzählung.

www.hiof.no

 

 

 

Ballhaus Naunynstraße Berlin

Gastspiele der Produktionen "Klassentreffen" und "Ferienlager"

PS 122, New York City 2010

Produktionsleitung

 

 

  

Im Rahmen des Programms "Reflections on Muslim Immigration in Germany" des Auswärtigen Amtes und in Kooperation mit dem Deutschen Haus / NYU, sowie der Deutschen Botschaft New York wurden nicht nur mit großem Erfolg zwei Dokumentar-Theaterstücke in der Regie von Lukas Langhoff über zwei Generationen deutsch-türkischen Lebens in Berlin gezeigt, sondern auch ein vielfältiges Gesprächs- und Austauschprogramm realisiert.

Ferienlager - Die 3. Generation

Klassentreffen - Die 2. Generation 

  

 

 

Begegnungen (Pas de Deux)

Internationales Tanzfest - Tanz im August, Berlin 2004

Kuration und Realisation 

 

 

 

Im Spannungsfeld zwischen den Gastspielen des größten Tanzfestivals im deutschsprachigen Raums wird es in einer Reihe von Begegnungen um Vorstellungen und Darstellungen von und mit Körpern gehen. Zwei Menschen aus unterschiedlichsten Kontexten kommen zusammen und sprechen miteinander: Die Vielfalt ihrer Themen soll der Beziehung zwischen Tanz und Welt eine Reihe neuer Perspektiven eröffnen.

So spricht Rudolf zur Lippe mit Rolf Elberfeld anhand von Schwalbenschwärmen über die Frage, was sich während der eigenen Bewegung in einem selbst und in den Beziehungen zu den anderen verändert. Nanna Heidenreich und Hito Steyerl diskutieren Identitätsverschiebungen im Hinblick auf Gender und Migration und deren Einfluss auf Kunstproduktion und -rezeption. Weil jenseits dessen der Übergang zwischen virtueller und realer Körperlichkeit immer fließender wird, versuchen Marie-Luise Angerer und Ghislaine Boddington die Zukunft des Körpers auszuloten. Nicht nur theoretisch erkunden Paul Gazzola und Christian Teckert die Wechselbeziehung von Tanz und Architektur - von der Gestaltung im Raum und der Gestaltung von Raum. Und schliesslich überlegen Monika Fischer und Klaus Hillenbrand, was Kunst zeigen darf, kann und muss.   

www.tanzimaugust.de

 

 

 

Vox Nostra: "Nokturn"

Zwölf Nachtkonzerte

Musikalische Leitung: Allegra Silbiger, Burkard Wehner

St. Johannes-Evangelist Kirche, Berlin 2004

Projektleitung und Lichtgestaltung

 

 

 

Von März bis Juni 2004 lädt das Vokalensemble Vox Nostra an jedem Sonntagabend zwischen zehn und elf Uhr zu einer Begegnung mit der mittelalterlichen Tradition der Nokturn in die Kirche St. Johannes-Evangelist. Der großzügige Kirchenraum mit seiner neo-romanischen Konzeption und den großen runden Oberlichtern ist prädestiniert für die ruhig strömende und voll klingende Musik des Mittelalters. Ohne räumliche Trennung von Podium und Publikum finden Singende und Hörende zu einem besonderen Moment zusammen. Nokturn versteht sich als eine Einladung, die den Besuchern Raum zum innehalten und durchatmen gewähren will. Dabei soll die zeitlose Intensität der mittelalterlichen Musik für ein breites Publikum erfahrbar gemacht werden. 

www.vox-nostra.de 

 

 

 

Johannes vom Kreuz "Las Canciones"

MusikTheaterKöln, Orangerie, Köln 1999

Dramaturgie

 

 

  

Vier Stimmen in einem Raum, vier Streicher und ein Dirigent führen Musik zu Worten des Heiligen Johannes vom Kreuz auf. Geschrieben 1578 in Toledo, geleitet von Bildern profaner Lie­beslyrik und dem Hohenlied des Alten Testaments, geht es um die Liebe der Menschen­seele zu Gott als das höchste Glück, zu dem der Mensch fähig ist. Geht es hoch und tief. Vier Soprane besingen, was sich kaum beschreiben läßt. Regie: Ursula Albrecht

www.las-canciones.de

 

 

 

Hildegard von Bingen/Sequentia "Ordo Virtutum"

Lincoln Center Festival, New York 1998

Lichtgestaltung 

 

 

 

Musikalische Leitung: Benjamin Bagby, Barbara Thornton

Regie: Franz Josef Heumannskämper

Gastspiele u.a. in Boston, London, Los Angeles, Melbourne, Stockholm, Toronto, Utrecht

www.sequentia.org 

 

 

 

Peter Weiss/Esther und Jochen Gerz "Die Berliner Ermittlung"

Hebbel-Theater, Berlin 1998

Regieassistenz

 

"Die Berliner Ermittlung" organisierte eine Stimmenvielfalt von Zeugnissen, Dokumenten, Diskussionen, Haltungen und Aktivitäten. Vor der Folie des Oratoriums "Die Ermittlung" von Peter Weiss wurden alle Beteiligten zu Mitwirkenden - bloßes Zuschauen war ausgeschlossen.  

 

Regie: Esther und Jochen Gerz mit Lukas Hemleb

www.medienkunstnetz.de

 

 

 

"nicht als ob, sondern wie und zwar ab acht"

Eine Produktion des Healing-Theatre Köln

ARTheater Köln 1997

Dramaturgie 

 

Im "Prozess" beschreibt Franz Kafka die Verhaftung des Josef K.. Da es sich jedoch nicht ausdrücklich um eine konkrete Anklage handelt und er sich auch keiner Schuld bewusst ist, liegt der Verdacht nahe, dass es um eine Verhaftung ganz anderer Art gehen könnte. Das Healing Theatre macht diese Situation zum Ausgangspunkt einer individuellen Befragung. Über die Nachempfindung dessen, was diese "andere" Verhaftung ausmachen kann, entsteht die Konzentration der sieben Akteure auf sich und ihren eigenen Raum. ... Immerhin führen sich Schauspieler einmal so auf, wie sie vielleicht auch sind, sein wollen oder niemals gewesen sein möchten.

 

 

 

Sequentia "Edda Eins"

Burg Vianden, Luxemburg 1995

Lichtgestaltung 

 

 

 

Musikalische Leitung: Benjamin Bagby, Barbara Thornton

Regie: Franz-Josef Heumannskämper

Gastspiele u.a. in Accra, Chicago, Kopenhagen, Nancy, Stockholm

www.sequentia.org 

 

 

 

Null Komma Nichts Festival

Studiobühne Köln, 1992 und 1993

Co-Kuration und Realisation 

 

 

 

Eigentlich gehen wir doch alle gern ins Theater. Es bietet Unterhaltung und Atmosphäre zum Lachen und Weinen. Menschen stehen auf Bühnen, um denen etwas zu sagen, die da im Publikum ihrer harren.

Jemand kommt auf die Bühne und bittet um Feuer. Nichts passiert. Was aber, wenn nicht mal dieser Jemand auf die Bühne kommt? Wenn nicht mal nichts passiert? Wie schnell müsste sich der Vorhang öffnen, damit man sicher sein kann, dass etwas beginnt? 

Ohne konkrete Antworten geben zu können, greift das Null Komma Nichts Festival Fragen auf, die sich mit Wirkungsweisen und Nutzung der verschiedenen Ebenen von Theater beschäftigen.    

   

 

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